gleißendes Sonnenlicht

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Wochenlang hatte Pap im Bauch eines Schiffes gesteckt und sowas hatte er vorher noch nie erlebt und plötzlich war diese endlos erscheinende Zeit vorbei und er hatte überlebt. Als er seekrank war, bezweifelte er letzteres schon paar Mal. Jetzt stand er am Kai, im Westen und immer noch in Afrika, die Augen geblendet zusammengekniffen, find dich selber zurecht. Sack mit seinem Kram über der Schulter, Heuer in der Hand, ganz allein auf sich gestellt.
Er war weit weg von zu Hause vollkommen woanders angekommen, aber welche Rolle spielt schon woanders in seiner Situation. Oder.
Im Hafen roch es nach Salzwasser, faulem Algenschlamm, nach Gewürzen, Teer, Rauch, Verdorbenem; aus Tavernen drang Geruch von Fisch und Gekochtem, stieg Dampf und vermischte sich mit dem Qualm und Ruß der gerade an- und ablegenden und vor Anker liegenden Frachtschiffe. Barkassen, Piroggen, Fischerboote, Angelboote torkelten durch den weitläufigen Hafen von Abidjan. In der schwülen Luft hing ein dichtes vielsprachiges Gefluche. An den Piers, in den engen Gängen zwischen den Lagerhäusern und bei den Tavernen drängten sich Waren- und Menschen-Mengen, Matrosen, Kaufleute, Fischer, Händler, betrunkene Soldaten, fettgeschminkte Huren, Vagabunden und undefinierbare Gestalten. Niemand wartete auf Dad da. Aber er hatte einen Zettel mit einem Ziel darauf verzeichnet. Das Hotel gibs in gleicher Lage aber anderer Form noch heute.

Divoire Gwunho war nicht wie sein Name vermuten lässt, weiß oder gelb sondern wie Ebenholz.

Fortsetzung folgt.

 

 

 

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