weggehen und woanders ankommen

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Zum ersten Mal in seinem Leben betrat Pap ein Schiff. Die ersten Tage der Reise muss er sich die Seele aus dem Leib gekotzt haben, dabei hatte er Kohle zu schaufeln. Weil er deswegen die meiste Zeit unter Deck verbrachte, sah er nicht allzuviel und vielleicht war es das. Oder vielleicht hatte der Käptn meinen Dad einfach nicht richtig verstanden. Vielleicht wollte ihn der Käptn auch einfach nur bescheißen, hatte so einen schwarzen Stoker-Kuli für die ganze Reise seines Frachters.
Blens Zielangabe lautete Westen, mal endlich so Schwimmbad sehen und sein Schiff brachte ihn durch den Suezkanal, an der nordafrikanischen Küste entlang durchs Mittelmeer und Gibraltar und dann nach links- statt rechtsherum vorbei an Maroko, Westsahara, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau und Guinea, Sierra Leone und Liberia nach Abidjan, Hauptstadt von Elfenbeinküste, Côte d’Ivoire. Da endete die Reise. Westafrika statt Westeuropa, solche Dinge passieren wahrscheinlich einfach. Alles ist immer möglich.
In Abidjan gabs ein Luxus-Hotel, hieß „Ivoire“ und besaß die größte Swimmingpool-Anlage in ganz Afrika. Vielleicht war Paps Käptn doch nicht so ein Riesen-Arschloch, wie es erst den Anschein hatte. Hm hm. Beim Abheuern jedenfalls empfahl er Dad, sich an seinen Freund Divoire Gwunho zu wenden. Der arbeite da im „Ivoire“ und könnte ihm helfen, unterzukommen.

Fortsetzung folgt.

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